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Blum & Heckmann

Eine Kabarettistin und ein Schauspieler. Kann das gutgehen? Wenn die Eine wirklich Humor hat und der Andere Spaß ernst genug nimmt, dann schon. Das ist hier der Fall. Insofern war es ein Glück, dass die vielseitige Marianne Blum und der profunde Stefan Heckmann sich nach Jahren wiedergefunden haben. Denn einst haben die beiden in einer Wohngemeinschaft zusammengelebt. Das war Anfang der 90er Jahre in Tübingen. Damals studierte Marianne Blum Rhetorik bei Walter Jens und Gert Ueding und Stefan Heckmann, der zuvor an der Otto-Falckenberg-Schule in München sein Schauspielstudium absolviert hatte, war Ensemblemitglied des Tübinger Landestheaters. Nach diesem gemeinsamen schwäbischen Kapitel gingen ihre Lebenswege zunächst für lange Zeit auseinander. Stefan Heckmann, der vor Tübingen bereits in München und Dortmund Engagements gehabt hatte, ging nach Berlin und arbeitete hier sowohl als Schauspieler (z.B. am Gorki Theater), als auch als freier Reporter für den Deutschlandfunk und er wurde Dozent für biographisches und kreatives Schreiben, während Marianne Blum, die auch eine ausgebildete Mezzosopranistin ist, eine Theaterlaufbahn als freischaffende Kabarettistin und Sängerin einschlug, zahlreiche eigene Bühnenprogramme und Showformate entwickelte und sie in verschiedener Konstellation auf die Bühne brachte. Erst nachdem die Blum 2017 auch nach Berlin zog, trafen die beiden sich wieder und stellten fest, dass sie wesentliche Interessen teilen, immer noch gut miteinander können und ähnliche Vorstellungen davon haben, was Theater heutzutage leisten muss und im besten Fall sein kann.

Als dann die Nachfrage nach dem Anti-Rassismus-Bühnenprogramm „Annes Kampf – Anne Frank vs. Adolf Hitler“, das Marianne Blum gemeinsam mit dem Schriftsteller Guido Rohm entwickelt hat, nicht mehr allein durch das Duo Blum & Rohm bewältigt werden konnte, sprang Stefan Heckmann als Zweitbesetzung für Adolf Hitler ein. Doch dabei wird es nicht bleiben. Das Duo Blum & Heckmann schmiedet bereits an einem eigenen spannenden Programm…

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ANNES KAMPF
Anne Frank vs. Adolf Hitler

Adolf Hitler wusste von Anne Frank nichts, sie von ihm sehr wohl. Hitlers "Kampf" ist es, der die Geschichte der Anne Frank zeugt und beendet. Ende Februar, Anfang März 1945 stirbt Anne Frank im KZ Bergen-Belsen. Geblieben ist ihr Tagebuch, das in einer scharf geschnittenen Lesung auf Hitlers "Mein Kampf" trifft

Die Kabarettistin und Sängerin MARIANNE BLUM und der Schauspieler STEFAN HECKMANN garantieren einen Abend, der bei aller Schwere des Sujets nicht nur lehrreich, sondern auch unterhaltsam ist, so wie auch Anne Franks Text nicht nur traurig, sondern auch leidenschaftlich und humorvoll und Hitlers Machwerk nicht nur beängstigend, sondern stellenweise geradezu unfreiwillig komisch ist.

In einer Zeit, in der die Rechten wiedererstarken, ist es wichtig, den Kampf des kleinen Tagebuchs gegen den großen Diktator aufzuzeigen, um so einmal mehr ein Gespür und Gehör für die Feinheiten von Geschichte zu entwickeln. Denn Geschichte besteht immer aus Geschichten. Und Geschichten bestehen aus Schicksalen

Pressestimme
FZ

„Bei der Premiere ihres neuen Programms haben die beiden Künstler am Freitagabend nicht nur ein Stück deutsche Geschichte auf die Bühne im Fuldaer Kulturkeller gebracht, sondern mit großartiger Performance überzeugt. (…) Trotz der harten Kost bietet „Annes Kampf“ durchaus Unterhaltung. (…) Marianne Blum singt (…) bis sich das Publikum im voll besetzten Kulturkeller schließlich doch traut, angesichts Blums beeindruckender Stimmgewalt zu applaudieren. Das fällt mitunter – trotz der gelungenen Darstellung der beiden Figuren, einer kindlich-naiven Anne Frank und einem wahnsinnigen „Führer“ – schwer. Zu grausam sind die Erlebnisse, von denen das Tagebuch erzählt, zu verstörend die Zeilen über Ideologie und Rassenlehre. Aber es sind eben auch Hoffnung, Euphorie und Lebensfreude, die ebenso dargeboten werden wie Angst, Grauen und Menschenhass. Guido Rohms sprachliche Hitler-Imitation ist nicht parodistisch, lässt den Massenmörder aber gleichermaßen beängstigend und skurril, ja geradezu unfreiwillig komisch wirken. (…) Alles, was ich geschrieben habe, ist heute noch aktuell“, hatte die verstorbene Anne zu Beginn gemahnt. Und mit dieser Botschaft entlassen Marianne Blum und Guido Rohm nach zwei Stunden lebendigem Geschichtsunterricht und packender Unterhaltung unter begeistertem Applaus ihr Publikum.“

Pressestimme
Osthessen News

„Eine bewegende, mitunter auch beklemmende Begegnung erlebten zahlreiche Menschen, die jetzt zur Lesung „Annes Kampf“ in Heubachs einstige Synagoge gekommen waren (…). Die Schauspielerin Marianne Blum und der Schriftsteller Guido Rohm gestalteten das Aufeinandertreffen von Passagen aus dem „Tagebuch der Anne Frank“ und Adolf Hitlers „Mein Kampf“ an dem historisch doppelt geprägten Ort hochspannend, provokativ und zugleich einfühlsam. (…) Blum versteht es, auch den Humor in Annes Tagebuchgedanken erlebbar zu machen, ohne den grausamen Ernst der Situation auszublenden. (…) Dabei kontrastiert der Hitlers schnarrende Sprechweise aufnehmende, aber auf eigentliche Nachahmung verzichtende Rohm das Erzählen und Erleben des Mädchens mit grellen Schlaglichtern. (…) Blum und Rohm haben für „Annes Kampf“ eine enorm dichte, im rückblickenden Wissen um den Gang der Geschichte immer wieder erschreckende Auswahl von Texten zusammengestellt. Die emotional packendsten Momente des Abends entstehen, wenn die ungleichen Autoren von ihren Texten aufsehen und einander direkt begegnen. (…) Der Applaus, der erst nach einer Zeit des Innehaltens einsetzt, ist groß.“

Zuschauerreaktion
Robert Gilcher, Stadtteilhistoriker Frankfurt-Niederrad

"Eine verstörende, erschütternde und gleichzeitig großartige Darbietung der beiden Künstler. Eine Veranstaltung, die man gerne auch an anderen Orten in Frankfurt nochmal sehen würde. Gerade jetzt, zu einer Zeit, wo die Verharmloser, Verfälscher und Demagogen Hochkonjunktur haben. Neben Stolpersteinen und anderen Erinnerungsorten brauchen wir solche Veranstaltungen, die uns Kraft und Mut geben und die uns Argumente liefern im Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Vielen Dank an alle, die diesen Abend in Niederrad ermöglicht haben.“

Pressestimme
Volksstimme

„Beide Akteure ziehen das Publikum in ihren Bann (…). Ganz große Momente sind es auch, wenn sie sich vom Schreibtisch erhebt und singt. Da gibt es jiddische Lieder, bei denen sie mit ihrer Stimme den ganzen Saal füllt, da gibt es Durchhaltestücke wie „Davon geht die Welt nicht unter“ oder „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“, die sie so gekonnt vorträgt, dass man glaubt, Zarah Leander vor sich zu haben.“